WALDERSEE
1433 Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs. 1663 Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg. 1736 Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins. 1777 Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet. 1897 Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee Ausführliche Informationen: Ingo Bubert und Hanspeter Walter Gutshöfe, Herrenhäuser und Schlösser im östlichen Holstein Sventana Verlag, 3. Aufl. 1995 Geb. 455 Seiten, 250 Zeichnungen DM 39.80 ISBN 3-927653-06-03 ... Von dieser ursprünglichen Wasserburg existieren heute noch die mit Steinfliesen belegte Diele, das mächtige Mauerwerk der Kellergewölbe und schwere Eichenbalken im Herrenhaus. Außerhalb des Burggrabens liegen die Wirtschaftsbauten im Form eines Rundlings. Wassergräben schützen die gesamte Anlage. Von den Rantzaus geht das Gut durch Verkauf an die Reventlows und 1663 schließlich an die Blomes. Hinrich Blome läßt seit 1730 die gesamte Anlage nach dem Ideal eines barocken Adelssitzes umgestalten. Auf der Parkseite des Herrenhauses entsteht ein nach französischem Vorbild angelegter barocker Lustgarten. Als die männliche Linie der Familie auf Farve und Waterneverstorfff 1736 ausstirbt, geht das Gut über die Erbtochter Lucie Henriette an das Geschlecht Holstein. Der Gartensaal von 1740 gilt als schönstes erhaltenes Beispiel des Regence-Stils im Lande. Im der Lebenszeit des Goethefreundes Heinrich Holstein-Holsteinborg erlebt Waterneverstorff eine kulturelle Blütezeit. Die Erstausgaben der deutschen Stürmer und Dränger und der Klassiker in den Bibliothek legen davon noch heute Zeugnis ab. Die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Heinrich Christian Boie, Christian Graf zu Stolberg und Friedrich Graf zu Stolberg gehören damals zum Freundeskreis des Hauses. Heinrich Holstein verbessert auch die Lebensverhältnisse auf dem Gut. Es entstehen Wohnhäuser, Schulen und moderne Windmühlen. Heinrich Christoph von Holstein (1786-1842) ist eine treibende Kraft bei der Abschaffung der Leibeigenschaft und bei den Reformen zum Wohl der Landbevölkerung. Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen weilte damals wiederholt in Waterneverstorff. Die heutige spätklassizistische Gestalt erhält das Herrenhaus im Jahr 1852. Durch den Tod aller Söhne des Graf Conrad von Holstein erlischt 1897 die männliche Linie der Holsteins auf Waterneverstorff und das Gut geht auf den Ehemann der jüngsten Tochter Lucie Henriette, den Grafen Franz von Waldersee über. Heute führt Graf Franz Waldersee das Gut und ist bestrebt, Herrenhaus und Gutsanlage im alten Glanz erstrahlen zu lassen.
1433 Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs. 1663 Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg. 1736 Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins. 1777 Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet. 1897 Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee Ausführliche Informationen: Ingo Bubert und Hanspeter Walter Gutshöfe, Herrenhäuser und Schlösser im östlichen Holstein Sventana Verlag, 3. Aufl. 1995 Geb. 455 Seiten, 250 Zeichnungen DM 39.80 ISBN 3-927653-06-03 ... Von dieser ursprünglichen Wasserburg existieren heute noch die mit Steinfliesen belegte Diele, das mächtige Mauerwerk der Kellergewölbe und schwere Eichenbalken im Herrenhaus. Außerhalb des Burggrabens liegen die Wirtschaftsbauten im Form eines Rundlings. Wassergräben schützen die gesamte Anlage. Von den Rantzaus geht das Gut durch Verkauf an die Reventlows und 1663 schließlich an die Blomes. Hinrich Blome läßt seit 1730 die gesamte Anlage nach dem Ideal eines barocken Adelssitzes umgestalten. Auf der Parkseite des Herrenhauses entsteht ein nach französischem Vorbild angelegter barocker Lustgarten. Als die männliche Linie der Familie auf Farve und Waterneverstorfff 1736 ausstirbt, geht das Gut über die Erbtochter Lucie Henriette an das Geschlecht Holstein. Der Gartensaal von 1740 gilt als schönstes erhaltenes Beispiel des Regence-Stils im Lande. Im der Lebenszeit des Goethefreundes Heinrich Holstein-Holsteinborg erlebt Waterneverstorff eine kulturelle Blütezeit. Die Erstausgaben der deutschen Stürmer und Dränger und der Klassiker in den Bibliothek legen davon noch heute Zeugnis ab. Die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Heinrich Christian Boie, Christian Graf zu Stolberg und Friedrich Graf zu Stolberg gehören damals zum Freundeskreis des Hauses. Heinrich Holstein verbessert auch die Lebensverhältnisse auf dem Gut. Es entstehen Wohnhäuser, Schulen und moderne Windmühlen. Heinrich Christoph von Holstein (1786-1842) ist eine treibende Kraft bei der Abschaffung der Leibeigenschaft und bei den Reformen zum Wohl der Landbevölkerung. Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen weilte damals wiederholt in Waterneverstorff. Die heutige spätklassizistische Gestalt erhält das Herrenhaus im Jahr 1852. Durch den Tod aller Söhne des Graf Conrad von Holstein erlischt 1897 die männliche Linie der Holsteins auf Waterneverstorff und das Gut geht auf den Ehemann der jüngsten Tochter Lucie Henriette, den Grafen Franz von Waldersee über. Heute führt Graf Franz Waldersee das Gut und ist bestrebt, Herrenhaus und Gutsanlage im alten Glanz erstrahlen zu lassen.
1433 Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs. 1663 Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg. 1736 Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins. 1777 Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet. 1897 Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee
1433
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Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs.
1663
1663
Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg.
1736
1736
Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins.
1777
1777
Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet.
1897
1897
Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee
1433 Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs. 1663 Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg. 1736 Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins. 1777 Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet. 1897 Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee Ausführliche Informationen: Ingo Bubert und Hanspeter Walter Gutshöfe, Herrenhäuser und Schlösser im östlichen Holstein Sventana Verlag, 3. Aufl. 1995 Geb. 455 Seiten, 250 Zeichnungen DM 39.80 ISBN 3-927653-06-03 ... Von dieser ursprünglichen Wasserburg existieren heute noch die mit Steinfliesen belegte Diele, das mächtige Mauerwerk der Kellergewölbe und schwere Eichenbalken im Herrenhaus. Außerhalb des Burggrabens liegen die Wirtschaftsbauten im Form eines Rundlings. Wassergräben schützen die gesamte Anlage. Von den Rantzaus geht das Gut durch Verkauf an die Reventlows und 1663 schließlich an die Blomes. Hinrich Blome läßt seit 1730 die gesamte Anlage nach dem Ideal eines barocken Adelssitzes umgestalten. Auf der Parkseite des Herrenhauses entsteht ein nach französischem Vorbild angelegter barocker Lustgarten. Als die männliche Linie der Familie auf Farve und Waterneverstorfff 1736 ausstirbt, geht das Gut über die Erbtochter Lucie Henriette an das Geschlecht Holstein. Der Gartensaal von 1740 gilt als schönstes erhaltenes Beispiel des Regence-Stils im Lande. Im der Lebenszeit des Goethefreundes Heinrich Holstein-Holsteinborg erlebt Waterneverstorff eine kulturelle Blütezeit. Die Erstausgaben der deutschen Stürmer und Dränger und der Klassiker in den Bibliothek legen davon noch heute Zeugnis ab. Die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Heinrich Christian Boie, Christian Graf zu Stolberg und Friedrich Graf zu Stolberg gehören damals zum Freundeskreis des Hauses. Heinrich Holstein verbessert auch die Lebensverhältnisse auf dem Gut. Es entstehen Wohnhäuser, Schulen und moderne Windmühlen. Heinrich Christoph von Holstein (1786-1842) ist eine treibende Kraft bei der Abschaffung der Leibeigenschaft und bei den Reformen zum Wohl der Landbevölkerung. Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen weilte damals wiederholt in Waterneverstorff. Die heutige spätklassizistische Gestalt erhält das Herrenhaus im Jahr 1852. Durch den Tod aller Söhne des Graf Conrad von Holstein erlischt 1897 die männliche Linie der Holsteins auf Waterneverstorff und das Gut geht auf den Ehemann der jüngsten Tochter Lucie Henriette, den Grafen Franz von Waldersee über. Heute führt Graf Franz Waldersee das Gut und ist bestrebt, Herrenhaus und Gutsanlage im alten Glanz erstrahlen zu lassen.
1433 Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs. 1663 Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg. 1736 Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins. 1777 Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet. 1897 Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee
1433
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Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs.
1663
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Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg.
1736
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Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins.
1777
1777
Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet.
1897
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Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee
1433 Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs. 1663 Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg. 1736 Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins. 1777 Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet. 1897 Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee
1433
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Erste urkundliche Erwähnung des Gutes "Neverstorpe" im "Lübecker Zehntregister von 1433", einer Aufstellung aller Einnahmen des Lübecker Bischofs.
1663
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Verkauf an Hinrich Blome, Mundschenk und Diplomat des dänischen Königs Christian IV. und Amtmann von Rendsburg.
1736
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Durch Erbgang gelangt das Gut in den Besitz der Holsteins.
1777
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Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet.
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Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee
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| Ein Sturmflut zerstört den französischen Lustgarten. Im Stil einer englischen Parklandschaft wird die Anlage umgestaltet. |
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| Das Gut kommt in den Besitz der Grafen Waldersee |
1897
Ausführliche Informationen:
Ingo Bubert und Hanspeter Walter
Gutshöfe, Herrenhäuser und
Schlösser im östlichen Holstein
Sventana Verlag, 3. Aufl. 1995
Geb. 455 Seiten, 250 Zeichnungen
DM 39.80
ISBN 3-927653-06-03
Von den Rantzaus geht das Gut durch Verkauf an die Reventlows und 1663 schließlich an die Blomes. Hinrich Blome läßt seit 1730 die gesamte Anlage nach dem Ideal eines barocken Adelssitzes umgestalten. Auf der Parkseite des Herrenhauses entsteht ein nach französischem Vorbild angelegter barocker Lustgarten.
Als die männliche Linie der Familie auf Farve und Waterneverstorfff 1736 ausstirbt, geht das Gut über die Erbtochter Lucie Henriette an das Geschlecht Holstein.
Der Gartensaal von 1740 gilt als schönstes erhaltenes Beispiel des Regence-Stils im Lande. Im der Lebenszeit des Goethefreundes Heinrich Holstein-Holsteinborg erlebt Waterneverstorff eine kulturelle Blütezeit. Die Erstausgaben der deutschen Stürmer und Dränger und der Klassiker in den Bibliothek legen davon noch heute Zeugnis ab. Die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Heinrich Christian Boie, Christian Graf zu Stolberg und Friedrich Graf zu Stolberg gehören damals zum Freundeskreis des Hauses. Heinrich Holstein verbessert auch die Lebensverhältnisse auf dem Gut. Es entstehen Wohnhäuser, Schulen und moderne Windmühlen.
Heinrich Christoph von Holstein (1786-1842) ist eine treibende Kraft bei der Abschaffung der Leibeigenschaft und bei den Reformen zum Wohl der Landbevölkerung. Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen weilte damals wiederholt in Waterneverstorff. Die heutige spätklassizistische Gestalt erhält das Herrenhaus im Jahr 1852.
Durch den Tod aller Söhne des Graf Conrad von Holstein erlischt 1897 die männliche Linie der Holsteins auf Waterneverstorff und das Gut geht auf den Ehemann der jüngsten Tochter Lucie Henriette, den Grafen Franz von Waldersee über. Heute führt Graf Franz Waldersee das Gut und ist bestrebt, Herrenhaus und Gutsanlage im alten Glanz erstrahlen zu lassen.